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Endlich können sie Fahrrad fahren und man denkt sich: „Eine Sorge weniger“… aber Pustekuchen, jetzt geht es erst richtig los! Denn es ist eine Sache beim Laufen mal hinzufallen aber eine ganz andere, wenn die physikalische Größe der Geschwindigkeit noch dazu kommt. Schon beim Laufradfahren habe ich darauf geachtet, dass er immer auch die Umgebung im Blick hat und nicht wie wild mit dem Ausruf „Bahn frei-Kartoffelbrei“ drauf losfährt. Denn Kinder bekommen wirklich schnell mit, dass sie doch viel mehr dürfen als sie glauben und Erwachsene fast immer Rücksicht auf sie nehmen. Aber im Straßenverkehr ist es nun mal so, dass der Größere gewinnt. Daher versuchte ich schon von Anfang an dem Kind einen rücksichtsvollen und defensiven Umgang mit Laufrad und Fahrrad beizubringen. Denn auch wenn man im Recht ist, das Auto oder der andere Radfahrer sind vielleicht größer, und ein Schaden ist dann da. Das musste ich vor ein paar Wochen leider am eigenen Leib erfahren, als ich einen kleinen Fahrradunfall mit einer anderen Dame, ebenfalls auf dem Rad, hatte. Ich will gar nicht weiter darauf eingehen aber es ist die perfekte Überleitung zum ersten Punkt in meinem Sicherheitsbeitrag. Der Helm! Wie oft schon wurde ich von meinem Kind gefragt, warum ich  keinen trage und ich muss einfach nur sagen – Recht hat er! An dem Tag des Unfalls hätte ich mir einen gewünscht, da ich mit der anderem Dame mit dem Kopf zusammen gestoßen bin (Ich wusste gar nicht WIE schnell Beulen wachsen können! Ich kam mir echt vor wie in einem Trickfilm, wo nach einem Zusammenstoß sofort eine megagroße Beule in Leuchtfarbe aus der Figur wächst).

Aber ich hatte keinen Helm auf und damit Pech – obwohl, eigentlicht noch sehr viel Glück im Unglück! Ich habe mir jedoch sofort einen für mich bestellt. Das Bärenkind fährt schon von Anfang an mit Helm, praktisch seitdem er bei mir mit auf dem Fahrrad sitzt und wenn er allein fährt, sowieso! Das ist der allerwichtigste Punkt bei diesem Beitrag zum Thema Sicherheit für und mit Kinderfahrrädern.

Helm

 

 

Die Suche nach dem perfekten Helm gestaltete sich als gar nicht so einfach, denn er musste meiner Meinung nach bestimmten Kriterien entsprechen. Ich wollte einen Helm der wirklich gut sitzt und da sich gerade kleine Kinder noch viel unkontrolliert hin und her bewegen, benötigte ich zudem ich zudem einen Rund-um-Schutz, der nicht verrutscht. Gut aussehen sollte er natürlich auch, was mich schlussendlich zu der Firma UVEX geführt hat. Ich habe mich dort für das Model „Kid 3“ in türkis entschieden. Dieser Helm sieht in seinem Design einem Skater- bzw. Skihelm sehr ähnlich, erfüllt die beiden erstgenannten Kriterien sehr gut und wirkt von der Optik her einfach „cool“. Er lässt sich mittels Drehrad hinten gut auf den Kopfumfang des Kindes einstellen und auch das Tragen von Mützen stellt einen nicht vor Probleme. Leider hat dieser Helm weder Reflektoren, noch ein Licht hinten zum einschalten. Man kann sich den Helm jedoch mit entsprechend reflektierenden Klebestreifen selbst bekleben oder aber ein zusätzliches Licht anbringen. Egal wie man sich entscheidet aber auf jeden Fall NIEMALS ohne Helm! Wie bereits erwähnt habe ich nun ebenfalls einen 😀

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Licht

 

 

Licht – das ist wirklich wichtig und nicht nur im Winter, wenn es schneller dunkel wird, zu beachten. Da Kinder wesentlich kleiner sind, sind sie auch wesentlich schwieriger im Straßenverkehr wahrzunehmen. Dem sollte man vorbeugen. Also LICHT (r)an! Das Puky Fahrrad hat standardmäßig nur einen Reflektor vorn und hinten, daher haben wir uns noch ein selbstleuchtendes Licht geholt. Es handelt sich in unserem Fall um ein batteriebetriebenes, welches man vorn und hinten anbringen kann. Aber nicht vergessen immer wieder das Licht auszuschalten, sonst sind die Batterien (oder besser Akkus) in Windeseile leer. Mein Bärenkind liebt es das Licht alleine an und aus zu schalten. Wir fahren jedoch wirklich IMMER mit eingeschaltetem Licht, selbst nachmittags, wenn es noch nicht so dunkel ist.

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Reflektoren

 

 

Um noch besser gesehen zu werden, haben wir uns noch ein paar Katzenaugen für die Speichen besorgt und jetzt leuchtet es fast überall, wenn er angestrahlt wird. Übrigens hat er sie fast ganz allein angebaut und ich merke immer wieder, alleine machen ist wirklich das Beste! Kinder lernen auf diese Art so viel besser, steigern ihr Selbstvertrauen und die Wertschätzung ihrer eigenen Arbeit. Einmal haben wir ein Katzenauge verloren und er meinte ganz traurig: Oh nein, da muss ich ja nochmal ganz viel rumfriemeln (neues Lieblingswort) bis ich das wieder da ranbekomme! Ja, da muss man mal rumfriemeln, bei Oma und Opa wäre am nächsten Tag einfach ein neues drangewesen. Aber selbst lernen, wie es ist, wenn etwas fehlt oder kaputt gegangen ist finde ich wirklich wichtig!

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Weste

 

 

LEIDER kann ich euch von der Leuchtweste noch KEIN Foto zeigen, denn das Bärenkind ist einfach zuuuuuu schlau. Ich wollte ihm für die Fotos die Weste anziehen und er meinte nur: „Aber Mama, es ist noch nicht einmal dämmrig, ich möchte noch so fahren.“ Wie vielleicht einige von euch wissen, will ich ihn nicht zu irgendetwas überreden wenn wir Fotos machen, da ich möchte, dass die Situation so weit wie möglich authentisch ist und er vor allem auch Spaß dabei hat, mit mir Fotos zu machen. Wir haben uns eine ganze einfache Kinder-Sicherheitsweste aus dem örtlichen Fahrradgeschäft besorgt, die über die dicke Jacke drüber gezogen wird und knallgelb ist. Es steht noch sein Name und seine Telefonnummer drin, denn auch bei größeren Veranstaltungen abends (z.B. Weihnachtsmarkt) hat sie uns schon gute Dienste geleistet und ich hab ihn immer sofort gesehen! Ja, sie ist nun nicht sooo schick aber dafür sicher!

 

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STVO

 

 

Jetzt kommt ein besonders wichtiger Punkt für mich, die STVO – Straßenverkehrsordnung! Bitte bringt euren Kindern von Anfang an bei, worauf sie zu achten haben! Es gibt so viele Erwachsene, die nicht mehr wissen, was man als Radfahrer zu beachten hat und ich hoffe, dass die nächste Generation wieder mehr Sicherheit ins Straßenbild bringt. Wie gesagt, ich lebe in einer Fahrradstadt und fahre täglich 8-12 km. So ganz elementare Dinge wie rechts fahren sind schon oftmals zuviel verlangt. Oder darauf zu achten, wo der Radweg ist. Ja es gibt auch Fußgänger, die auf dem Radweg stehen aber die weise ich auch nett darauf hin, weil ich keinen umfahren möchte. Schon als das Bärenkind bei mir auf dem Rad mitgefahren ist, habe ich erklärt, was rechts vor links ist und warum ich den Arm ausstrecke, wenn ich abbiegen möchte. Immer wieder versuche ich ihm beim Radfahren mitzugeben, was wichtig ist und welche Verantwortung man auch den anderen gegenüber hat. Denn nicht nur er selbst kann sich durch Unachtsamkeit verletzten, sondern alle Beteiligten.

Es ist ein so wunderbares Gefühl, wenn er vor dem Überholen kurz hinter einem Fußgänger klingelt, langsam an diesem vorbei fährt und laut „DANKE“ schreit. Denn Rücksichtnahme, ob im Straßenverkehr oder im Leben, ist eine wunderbare Eigenschaft. Wenn der Fußgänger dann noch mit einem Lächeln meinem Kind hinterher guckt denke ich immer wieder: Alles richtig gemacht!

 

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Eine sichere Fahrt mit euren Flitzern und ich freu mich schon auf Teil 3, in dem ich euch ein paar tolle Sachen vorstelle, die der ein oder andere vielleicht (noch) nicht unbedingt an das Kinderrad drangemacht hätte. Und auch auf ein paar Schnittmuster, welche super zum Thema Fahrrad passen, möchte ich eingehen!

UND kleiner Tipp schonmal, morgen früh lohnt es sich auch auf jeden Fall auf dem Blog vorbei zu schauen. Hach, bin schon ganz aufgeregt!

 

Ahoi und liebe Grüße, Annelie

 

 

 

 

Annelie

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