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Advent im grauen Kloster im Pommerschen Landesmuseum

Nov 30 1 Comments

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Advent im grauen Kloster ist bestimmt einigen Greifswaldern und Umländlern ein Begriff, denn das ist ein wirklich so wunderschöner kleiner feiner Weihnachtsmarkt in eben dieser erwähnten Hansestadt, das man ihn wirklich kennen sollte. Er findet immer nur an einem Wochenende statt, soweit ich weiß immer am ersten Advent und das war ja genau das letzte Wochenende. Es ist also erst ein paar Tage her, dass ich von meinen Erinnerungen zehren kann und versuche alles Interessante in Wort und Bild euch nache zu bringen und auch mit diesem Beitrag offiziell die Weihnachtstimmung ein wenig herbeizuzaubern.

Denn die Weihnachtszeit hat einige wunderbare Überraschungen für euch auf meinem Blog beschert und ich werde versuchen die Regelmäßigkeit hier wieder Herr der Lage zu werden. Aber man sagt doch immer Qualität nicht Quantität oder?

Am Samstag von 10-18 Uhr und am Sonntag von 10-17 Uhr ist in der wunderbaren Kulisse des Pommerschen Landesmuseums Greifswald der Markt zu finden. Bereits am Freitag nachmittag herrscht reges Treiben auf dem weitläufigen Vorplatz des Museum und die ersten bauen bereits auf. Einer der größten Vorteile dieses Marktes ist –  er findet drinnen statt! Also man muss nicht in kleinen schlecht beheizten Büdchen irgendwo rumstehen sondern kann bei wunderbarer Raumtemperatur jeden Stand genießen und sich bewegen, als ob man zu Hause ist. Dafür hat man ja auch Schlißefächer in denem man allen unnötigen Balast abwirft, da am Ende des Ausfluges die Hände eh gut gefüllt sind mit Mitbringseln, Weihnachtsgeschen, kulinarischen Kleinigkeiten oder selbstgebasteltem. Nur die Geldbörse bitte nicht mit einschließen, denn die braucht man noch. Zuerst muss man einen kleine „Einlass-sieh-es-positiv-als-Museums-Unterstützungs-Gebühr“ bezahlen, Erwachsene 3,50€ und ermäßigt 1,50€ und Familienkarten 7€. Doch es lohnt sich weil nicht nur (un)bezahlbare Angebote da sind. Es gibt viel zu sehen, anzufassen und zu Hören. Besonders für Kinder ist der Markt ein Highlight. Denn es fängt an beim Märchen am Spinnrad, geht weiter mit dem Puppentheater Schnuppe (diesmal war es die Weihnachtsgans Augste) und die Elfenbastel-Werkstatt. Bei einigen Ständen konnten man nicht nur über die Schulter gucken sondern auch selbst ausprobieren wie zB Seidenmalerei, Glasbläserei, Stoffbeutel bemalen oder kleine Engel basteln.

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Doch so schön all diese Angebote sind, ich möchte diese Plattform auch nutzen um auf etwas aufmerksam zu machen, was mir so gar nicht „Schnuppe“ ist. Denn die regionalen Leser kennen bestimmt das Figurentheater Schnuppe von Birgit Schuster. Leider gab es dort vor kurzem ein extrem schlimmes Feuer und es wurden 19 Theaterstücke in Form von Figuren zerstört. Der individuelle Wert ist eine Sache und all die Liebe und Arbeit die in solchen Figuren steckt, aber es geht hier auch um die Existens und das weiterbestehen dieses tollen Puppentheaters. Daher gab es auch einen Stand auf dem Markt, an dem wunderbaren Weihnachtssterne verkauft wurden, die aus den alten Seiten eines Märchenbuches der Gebrüder Grimm gefaltet waren. Eben diese Seiten waren in Mitleidenschaft von Feuer und Löschwasser gezogen worden und erzählen eine Geschichte. Damit auch Birgit weiter ihre Geschichten für unsere Kinder erzählen kann bitte ich euch mal zu gucken, ob ihr vielleicht bei dem Projekt „Geschichten sollen leben“ einen Beitrag leisten könnt.

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Also, ich hoffe, dass die gebastelten Stern etwas dazu beitragen können das Ziel zu erreichen. Wer kennt denn eigentlich überhaupt noch dieses Märchenbuch? Hat nicht jedes Kind in meiner Alterklasse dieses Buch gehabt bzw. noch immer bei sich stehen? Ich liebe Märchen und daher konnte ich es mir nicht nehmen lassen auch bei der Dame am Spinnrad zu lauschen. Sie kann übrigens wirklich spinnen und die frisch gesponnen Wolle konnte man auch erwerben aber da ich nicht stricken kann (ach ja, mag mal ne Strickerin mit mir gegen was genähtest tauschen 😀 – muss die Chance mal gleich nutzen so themenübergreifend) hat sich Wolle kaufen erledigt.

Direkt am Eingang wurde man von einer der aufwendigsten Ausstellungen begrüßt, den Lichtinstallationen von  Inga Carriere – Leuchtobjekte. Ganz wundervolle Lampen aus Papier und Leim und man kann sagen, dass einem da ein Licht aufgeht. Überhaupt war alles ganz wundervoll beleuchtet und liebevoll dekoriert und man wollte an jedem Stand stehen bleiben von allem ein Stückchen mit nach Hause nehmen.

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Bei diesem Bild seht ihr außerdem die Filzhüte vom Filzatelier Medewege und Druckutensil sowie Karten vom Offizin Schwarze Kunst, Hans Hilmar Koch.

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Das spezielle Leuchten der Besonderheiten findet man überall, denn wo man hinschaut entdeckte man wunderbare Farben, Kleinigkeiten – die man unbedingt (eigentlich nicht) braucht, und so viel Liebe zum Detail. In dem oberen Bild seht ihr das wunderbare Porzellan von Lisa Kaufmann aus dem Porzellanstudio Glashagen, der Schmuck ist von der Revierklunkerei Ilse Bill  und die kleinen Taschen inklusive dem Statment nach Feierabend sowie viele andere einzigartige Kleidungsstücke sind von Stadtkleider aus Rostock.

Aber es gab Momente da musse man einfach die einmalige Atmosphäre genießen. Denn die Galerie des Museums mit der großen Glaswand ist einfach einmalig und bringt den Raum zum leuchten durch natürliches Licht und die Stimmung von draußen ist auch drinnen zu spüren. Es hat sogar eine kurze Zeit geschneit und man hat sich wirklich auf Weihnachten eingestimmt gefühlt.

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Lasst euch doch einfach mal kurz in das Meer von Farbe, Formen, Details und vielen Eindrücken entführen… (und ich empfehle euch die Fotos ruhig mal anzuklicken und in groß auf euch wirklen zu lassen)

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Kulinarische Köstlichkeiten erwähnte ich bereits auch oder? Mein persönliches Highlight ist die Bio-Bratwurst vom Brenesselhof von Frank. Nicht nur, dass die Würste und der KARTOFFELSALAT einfach ein Traum sind, auch ist es einfach eine herzliche Atmosphäre am Stand, der direkt vor dem Museum war. Kürbissuppe und toller Kuchen sowie diverse Getränke (natürlich auch Glühwein) haben für gute Laune gesorgt.

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Ansonsten konnte man natürlich so einiges probieren und viele der Museumsbesucher sind inzwischen alte Hasen und kommen, weil sie genau wissen welche Stände sie auf jeden Fall erwarten und um sich mit außergewöhnlichen Köstlichkeiten für die Feiertage einzudecken. Bei Rainer aus der Pralinenwerkstatt gab es Salz-Karamell-Trüffel – Suchtfaktor garantiert. Marmeladen, getrocknete Tomaten-Aufstriche und besondere Kekse gab es wieder von Gudrun aus dem Laden Burg Klempenow. Ich habe Sauerkirsch-Zimt-Marmelade, Pfirsich-Rose und getrocknete Tomate-Sesam mitgenommen… und natürlich bereue ich nichts!

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Ihr merkt, ich will euch schonmal auf nächstes Jahr vorbereiten und hoffe, dass ihr dann zahlreich zum Advent im grauen Kloster erscheint und vielleicht laufen wir uns da ja auch über den Weg, wer weiß!

Und, habt ihr nun Lust auf WEIHNACHTEN? Wenn das immer noch nicht gereicht hat, dann könnt ihr ab morgen wieder den wunderbaren Adventskalender von Lila-Lotta dafür sorgen lassen, dass es jeden Tag ein wenig weihnachtlicher für euch wird. Klickt gern auf das Bild und schwupps schon seid ihr auf ihrem Blog und könnt den aktuellsten Beitrag vom Adventskalender sehen.

Ich sage gute Nacht und Ahoi, ich segel direkt in meine Koje und habe es wirklich geschafft, dass die Worte „dann könnt ihr ab morgen wieder den wunderbaren Adventskalender “ doch noch noch wahr werden und ich den Blogbeitrag im November noch auf meiner Seite erscheinen lassen!

 

Ahoi <3

 

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Annelie

1 Comment

  1. Antworten

    Ani Lorak

    Dez 01

    Danke für Deinen Einblick. Bedauerlicherweise ist Greifswald zu weit vom Niederrhein entfernt. Leider ist die Adventszeit mit Kindern eine terminliche Herausforderung und besonders die Wochenende sind voll. Ich liebe solche Weihnachtsmärkte und Puppenspiel ist toll. Auf dem Moerser Weihnachtsmarkt gibt es das Kasperlerheater mit wöchentlich wechselnden Programm, so dass wir öfter dort sind. Dieses Mal ist es für Donnerstag geplant. Ich wünsche eine wunderschöne, entspannte und gemütliche Adventszeit!

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